Fulvia
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Die Lancia Fulvia erlegte ihr Debüt auf dem Genfer Automobilsalon im Jahre 1963. "Mama Mia" wird so mancher beim
Anblick der Limousine ausgerufen haben. Schwer zu sagen, ob er aus Überraschung, Begeisterung oder gar vor Entsetzen tat.
Selbst die Fachpresse zeigte sich unterschiedlich angetan. Die Zeitschrift "mot" berichtete 1963: "Die Fulvia
- Karosserie gehört zur Schuhkarton-Schule, wie R8, Simca 1000, Alfa Romeo Giulia und andere. Sachlich in Ordnung, aber nicht
alleinseligmachend." |
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Die Ingenieure wählten den letzteren Weg. Auf dem Automobilsalon in Turin stand 1964 die Fulvia Berlina2C (für 2 carburatori, also
2 Vergaser), die aufgrund anderer Vergaserbestückung ( vorher Solex C32PAIA8, nun Solex C32PHH und ein SOLEX C32PHH1) 71PS bei gleichem Hubraum bereitstellte.
1967 installierte Lancia in die Limousine einen Motor mit 1231ccm. Nun standen 80 PS bei 6000/min zur Verfügung. Wenn auch aus
dieser Fulvia noch keine Rakete geworden ist, so vermittelt diese Version nicht mehr das Gefühl, untermotorisiert zu sein. Für
eine Höchstgeschwindigkeit von 150km/h reicht es allemal, und die Beschleunigung auf 100km/h liegt nun deutlich unter 20 Sekunden.
Und wer nach mehr Leistung strebt, der greife zur 1968 präsentierten Berlina GTE mit 87PS. |
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Die gleich Technik befindet sich auch unter dem Blech des eleganten Coupes (und Fulvia Sport, eine Zagato- Version), das 1969 Premiere feierte. Dieses Fahrzeug mit filigranen Dachaufbau wirkte wesentlich gefälliger als die Limousine. So stellte sich jeder ein Auto aus dem stiefelförmigen Land vor, und niemand benötigt 2 Liter Chianti classico, um es schön zutrinken. Diese Anerkennung gilt den Stylisten von Lancia, die diese Karosserie entwarfen. Im Lancia-Pressebericht steht zu lesen: "Ein Auto, das seinen Herrn als Feinschmecker am Steuer ausweist, doch keinesfalls als Angeber oder Effekthascher." In der Tat, es ist ein Wagen, der durch unauffällige Schönheit besticht. |
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Die 2 Serie (produziert ab Herbst 1970) lässt sich zunächst einmal nur bis zu den Scheinwerfern reichende Kühlergrill ausmachen,
in Edelstahl wohlgemerkt, und die Blinker an den vorderen Kotflügeln (ab Serie 2 in der Stoßstange). Im Innenraum zieht das mit
Edelholz-Furnier verkleidete Armaturenbrett die Blicke auf sich. Zudem darf der Pilot seine geliebte Fulvia mit einen Holzlenkrad
dirigieren. Die Serie 2 musste sich mit einem Lenkrad begnügen, das lediglich optisch auf Holz getrimmt war. Immerhin blieben die
klassischen Rundinstrumente erhalten, wobei Tacho und Drehzahlmesser durch ihre Größe dominieren. |
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Und Lancia sorgte dafür, dass es in Sachen Leistung bergauf ging. Die zahlreichen entstandenen Motor-Versionen sind alle in der
nachfolgenden Tabelle zusammengefasst.
Besonders zu erwähnen sind dabei die HF-Versionen, die das Fulvia-Programm leistungsmäßig nach oben abrundeten. Den absoluten
Höhepunkt bildete der ab 1969 gebaute 1,6HF (Variante 1016) mit 132PS, eine über Fulvia, so spritzig wie ein Asti Spumante. |






